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  • Anja Willing

Von Frankfurt nach Shanghai


Noch in Deutschland

In Frankfurt angekommen war unser erster Gang, nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, zum Corona Test, Rachenabstrich… *würg*. Wir hatten allerding das Gefühl, dass alles ein wenig undiszipliniert ist in diesem Coronazentrum.

Kurzum: Test bestanden, wir sind negativ. Und das heißt wir dürfen am Montag um 17:00 Uhr in den Flieger steigen.

Im Hilton am Flughafen ist durch Corona fast alles nicht für Gäste zugänglich, Denny hatte sich extra seine Sportsachen ganz oben in den Koffer gepackt. Das Frühstück kann man sich in einem Beutel von der Rezeption abholen und auf dem Zimmer essen, Restaurant geschlossen.

Nun, wir werden hier mittags auschecken, unsere Koffer schon mal aufgeben und es uns dann in der Lounge gut gehen lassen.


Über den Wolken

Im Flieger wurden wir an unseren Plätzen sogar mit Namen begrüßt, das fand Anja ja super. Gaaaanz viel Beinfreiheit und eine Menükarte gab es auch dazu. Nach dem Essen hat Denny sich zum Schlafen hingelegt, die Sitze kann man in eine Liege umstellen, mit Kuschelkissen und

Decke schläft es sich fast wie zu Hause. Anja war viel zu aufgeregt und konnte nicht schlafen, also Filme gucken und Lesen. Nach ca. 10 Stunden sind wir in Shanghai (10:00 Uhr chin. Zeit, 04:00 dt. Zeit) gelandet.











In Shanghai

Noch bevor wir das Flugzeug verlassen konnten, mussten wir uns ein Gesundheitszeugnis „Healthcode“ per WeChat organisieren. Gar nicht so einfach ohne Internet… Nach 20 Minuten Tüftelei und Hilfe von der Boardcrew hatten wir den QR-Code erstellt. Also raus aus dem Flieger und weiter zum nächsten Check.

Der nächste Kontrollpunkt, Temperaturkameras, Menschen in Schutzanzügen und „Taucherbrille“, Zettel ausfüllen, Pässe vorlegen, noch mehr Zettel ausfüllen weiter zum nächsten Stop.

Der nächste Stop, nachdem man durch unzählige Gänge geschleust wurde, war der Coronaabstrich aus der Nase an der Reihe. Denny und ich fanden den Rachenabstrich ja schon unangenehm, wie schlimm kann also die Nase sein? -> Sehr schlimm! Gefühlt schieben sie dir das Stäbchen bis ins Gehirn. (Fotos machen ist übrigens überall verboten)

Nach dem Test, weiter durchgeschleust werden durch alle möglichen Gänge. Es sind wirklich mit Aufstellern abgetrennte Laufwege. Ein bisschen fühlt man sich wie eine Maus im Labyrinth.

Ab und zu gibt es mal einen Abzweig, wo nach Ziel-Regionen unterteilt wird. Wieder ein Kontrollpunkt und noch ein QR-Code erstellen, wieder ohne Internet. Aber das Personal im Schutzanzug gab uns einen Hotspot und klickte mit uns gemeinsam durch die chinesische Anleitung (wir mussten übrigens die gleichen Daten eingeben, wie schon im Flieger).

Letzte Station, bevor es ganz kurz an die frische Luft ging, wir waren schon seit 2.5 Stunden im Flughafengebäude unterwegs, Abgabe unserer Pässe, damit wir in die Transportbusse zum Quarantänehotel steigen konnten (im Bus haben wir unsere Pässe auch wieder bekommen).

Das "Hotel"

Angekommen vor dem Hozel wollte Anja nicht aus dem Bus aussteigen. Das Hotel machte schon von außen keinen vielversprechenden Eindruck, die Organisation der Zimmerverteilung

ebenso wenig und Zahlung ist auch nur per AliPay oder WeChatPay möglich. Haben wir beide noch nicht, weil es dafür ein chinesisches Konto braucht.

Jeder hat ein Zimmer für sich bekommen. Die Zimmer sind ähm sehr oldschool und bedürften einer Renovierung…

Theoretisch gäbe es auch Internet, allerdings nur über einen Zertifizierungscode, welcher nur per SMS zu empfangen ist. -> natürlich NICHT an eine dt. Nummer.

Denny hatte in seinem Koffer unseren in Deutschland bereits eingerichteten Router und konnte diesen in seinem Zimmer anschließen. War also internettechnisch bestens versorgt. Allerdings reichte das nicht bis in Anja’s Zimmer.

Nach 24 Stunden und endlosen Telefonaten zur Rezeption hat Anja ihre Koffer gepackt und ist eigenständig zu Denny ins Zimmer gezogen. Anja hatte aus Deutschland ein Attest dabei, das ihr bescheinigte, sie könne nicht alleine bleiben, welches das Personal dann auch akzeptiert hat.

Seit dem wir wieder zusammen sind, kann man auch die 14 Tage Quarantäne aushalten.


Wie verbringen wir hier unsere Tage?

Wir müssen 2x pro Tag unsere Temperatur an die Mitarbeiter melden. 1x um 8:00 Uhr und 1x um 13:00 Uhr. Wir lesen, machen Sport, üben für den Führerschein, hören Musik, gucken aus dem Fenster und sind froh, dass wir uns haben <3

Vor der Tür fährt der in Deutschland entwickelte Transrapid vorbei und im 5 Minuten Takt fliegen die Flugzeuge über das Hotel. Es wird also nicht langweilig. ;)

Und sonst so?

Wir bekommen regelmäßig Essen vor unsere Zimmertür gestellt. Frühstück, Mittag und Abendessen.

Es ist einfache chinesische Kost, für uns oft noch zu viel chinesisch. Das Frühstück besteht meistens aus einem Hefekloß in den irgendetwas Undefinierbares eingebacken ist, einem Ei und gefüllten Dumblings. Zwischen dem Mittag und dem Abendessen besteht kein Unterschied. Es ist immer ein Stück Obst, ein Trinkpäckchen mit höllesüßer Fruchtmilch, Reis und einem weiteren Warmanteil. Aber was genau dieser Warmanteil ist, wissen wir nicht. Was meint ihr? Hier ein Beispielbild:


An unserem dritten Tag haben wir Dank Denny’s HR Kollegen eine Lebensmittellieferung bekommen.

Roggenbrot, Butter, Honig, Tütensuppe, chinesische FerdiFuchsWurst, Orangensaft, Milch und Kaffee <3

Wir hatten zwar auch Käse bestellt, allerdings dürfte dieser nicht auf unser Zimmer gebracht werden. Nur Lebensmittel die ungekühlt mindestens 20 Tage haltbar sind. Grund: safety reasons und Salmonellen. (aber n Ei zum Frühstück an die Türklinke hängen – genau mein Humor… )


Und was haben wir mit unseren Schätzen gemacht?

Reis gibt es ja immer zum Essen dazu, also haben wir Milch und Honig im Wasserkocher warm gemacht und haben uns über Milchreis gefreut. Der erste Kaffee war auch himmlisch


Oh und das Beste zum Schluss:

Für unseren Toilettengang haben wir Chlortabletten bekommen.

Also wenn wir mal müssen, dann sollen wir das Ergebnis 1 Stunde zusammen mit 10 Tabletten schwimmen lassen und dann erst spülen. Wir glauben also langsam dran, dass nach dieser Prozedure wirklich keine Coronaviren mehr auf den chinesischen Straßen zu finden sind.

Im nächsten Blog erzählen wir davon, wie wir endlich freigelassen werden und in Changchun ankommen.

Viele Grüße von uns aus der chinesischen Quarantäne

Anja & Denny – wir halten durch ;)


(wir sind am Besten über Signal erreichbar - findet ihr im AppStore- WhatsApp läuft nur mit deutlicher Verzögerung und auch nur über VPN)

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